Startchancen-Programm

Paradigmenwechsel im Langzeit-Projekt

Umfang des Programms

Zum 1. August 2024 starten insgesamt 2.125 Schulen, das sind mehr als doppelt so viele, wie ursprünglich geplant. Bis zum Schuljahr 2026/27 wird die Anzahl der Schulen auf etwa 4.000 Startchancen-Schulen erhöht. Der Bund und die Länder beteiligten sich im gleichen Umfang mit jeweils bis zu einer Milliarde Euro. Die Gesamtinvestition beträgt damit verteilt über 10 Jahre 20 Milliarden Euro, also jährlich rund 2 Milliarden. Bekäme jede Schule gleich viel aus dem Etat, wäre das somit für jede Schule 50.000 pro Jahr oder 500.000 Euro über den gesamten Zeitraum. Wie die Gelder verteilt werden, kann in den einzelnen Bundesländern variieren.

Auswahl der Schulen

Die Kriterien für die Auswahl der Schulen wurde wissenschaftsimanent entwickelt. Dabei wurden alle Schulformen berücksichtigt, der Schwerpunkt bei den ausgewählten Schulen soll aber auf den Grundschulen liegen. Weil hier die Grundlagen für den Bildungserfolg gelegt werden, besuchen etwa 60 Prozent der geförderten Schülerinnen und Schüler eine Grundschule.

Förderschwerpunkte Startchancen-Programm

Das Startchancen-Programm beinhaltet drei Säulen. Mit 40 Prozent den höchsten Anteil entfällt dabei auf die erste Säule, die beiden weiteren erhalten je 30 Prozent der Fördermittel

  1. Investitionen in eine zeitgemäße und förderliche Lernumgebung
  2. Chancenbudgets für bedarfsgerechte Lösungen in der Schul- und Unterrichtsentwicklung
  3. Personal zur Stärkung multiprofessioneller Teams

Säulendiagramm: Verteilung der Fördermittel in Milliarden

Damit verteilen sich die rund 50.000 Euro jährlich, die jede Schule bei gleichmäßiger Verteilung erhalten könnte, auf ca 19.500 Euro für die Infrastruktur und Ausstattung, 15. 000 Euro auf Schul- und Unterrichtsentwicklung und und der gleiche Betrag auf die Stärkung der multiprofessionellen Teams. Wieviel Geld jede Schule tatsächlich erhält, entscheidet jedes Bundesland für sich. Laut Eckpunktepapier des BMBF sind Kriterien für die Vergabe sind Bedürftigkeit der einzelnen Schule sowie die Größenordnung der Schulen.

Bildungspolitisches Ziel

Im StartChancen-Programm sollen gezielt Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Die gemeinsame Initiative der Bundesregierung und der Bundesländer stellt einen Paradigmenwechsel dar, indem, statt die Mittel flächendeckend zu verteilen, gezielt Schulen mit großen Herausforderungen gefördert werden. So soll im deutschen Bildungssystem mehr Chancengleichheit hergestellt und der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg durchbrochen werden. Es ist mit seinem Gesamtumfang von 20 Milliarden Euro das größte Bildungsförderprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.